clock-icon 12. Aug. 2020
clock-icon Franziska Pfeiffer

US-Wahl veranlasst neue Facebook Werberichtlinien für politische Publisher

Autorisierungsverfahren für politische Werbetreibende

Facebook möchte die Transparenz auf der eigenen Plattform erhöhen. Nachrichtenpublisher mit einer politischen Verbindung sollen nun die gleichen Standards wie politische Akteure einhalten.

US-Wahl veranlasst neue Facebook Werberichtlinien für politische Publisher
Politische Werbung auf Facebook soll transparenter werden.
envato elements

Politische Akteure unterliegen besonderen Werberichtlinien

Im Rahmen der US-Wahl und dem erhöhten Werbeaufkommen hat das soziale Netzwerk Facebook die eigenen Werberichtlinien noch einmal genauer unter die Lupe genommen. Der Konzern verzeichnete eine wachsende Anzahl an News-Publikationen mit Verbindung in die Politik. Darunter fällt der Kontakt zu politischen Parteien, Politikern und Politikerinnen sowie politischen Lobbygruppen und anderen Organisationen, die eine Wahl oder eine Gesetzgebung beeinflussen können.

Das ändert sich für Werbetreibenden im politischen Umfeld

Diese Seiten sind auf Facebook zwar weiterhin erlaubt, jedoch will das Netzwerk zukünftig strengere Werberichtlinien einführen. Diese Publisher sollen genauso behandelt werden, wie politische Akteure. Die Anzeigen dieser Seiten sollen einen Autorisierungs- sowie einen Disclaimer-Prozess durchlaufen, wenn dabei gesellschaftliche Themen, Wahlen oder Politik thematisiert werden.

Die Seiten sollen außerdem nicht mehr in die Facebook News integriert werden, da sie keine objektive Berichterstattung betreiben. Sie werden keinen Zugang zu den Messaging-Optionen der Messenger Business Platform oder der WhatsApp Business API mehr haben.

Wie ermittelt Facebook politische Werbetreibende?

Doch wie stellt Facebook fest, auf welche Seiten die neuen Werberichtlinien zutreffen? In einem aktuellen Blogpost beschreibt der Konzern die Identifizierung solcher Publisher als neuen Prozess, der mit hoher Wahrscheinlichkeit erst gelernt und adaptiert werden muss. Facebook wolle aber weiterhin daran arbeiten, Anzeigen transparenter machen und die Integrität von Wahlen zu bewahren.

In einem separaten Hilfebereich gibt Facebook an, politische News Seiten künftig so identifizieren zu wollen:

  • Die Seite gehört einer politischen Entität oder einer politischen Person.
  • Der News Publisher oder die Eigentümer beschäftigt eine Person der politischen Öffentlichkeit, die (1) das Unternehmen (zum Beispiel als CEO), (2) den Verwaltungsrat (zum Beispiel als Präsident des Verwaltungsrats) oder (3) die Redaktion (zum Beispiel als Chefredakteurin) leitet.
  • Der News Publisher teilt proprietäre Informationen über eines seiner Facebook, Inc.-Konten oder Kontopasswörter, API-Zugriffsschlüssel und/oder Daten über seine Facebook Nutzerinnen und Nutzer (zum Beispiel Standort, Demografie, Konsumgewohnheiten) direkt mit einer politischen Person oder Entität.
  • Auf der Seite wird eine politische Entität oder eine politische Person als bestätigter Seiteninhaber oder bestätigter Seitenpartner aufgeführt.
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