clock-icon 30. Juni 2020
clock-icon Franziska Pfeiffer

Mehrwertsteuersenkung auf 16 Prozent – Alles Wissenswerte im Überblick

Änderungen in der Mehrwertsteuer kommen ab dem 1. Juli auf Unternehmen zu

Ab dem 1. Juli ist es so weit – der Mehrwertsteuersatz sinkt von 19 auf 16 Prozent. Das wurde im Rahmen eines Konjunkturpakets der Bundesregierung beschlossen.

Mehrwertsteuersenkung auf 16 Prozent – Alles Wissenswerte im Überblick
Der neue Mehrwertsteuersatz muss ab dem 1. Juli auf allen Preisauszeichnungen richtig vermerkt sein.
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Mehrwertsteuersatz sinkt auf 16 Prozent

Mit der Senkung der Mehrwertsteuer soll vor allem der Einzelhandel nach der Coronakrise wieder angekurbelt werden. Die Bundesregierung erhofft sich davon niedrigere Preise für Verbraucherinnen und Verbraucher, die wiederum mehr konsumieren werden. Seit der Einführung des Mehrwertsteuersatzes ging dieser kontinuierlich nach oben. Ein historisches Ereignis also, dass die Steuer nun gesenkt wird. Es handelt sich jedoch um eine temporäre Senkung von sechs Monaten. Die Steuer sinkt vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 von 19 auf 16 Prozent; für lebensnotwendige Güter sogar von 7 auf 5 Prozent.

Herausforderungen für den Handel

Allerdings stellt die Mehrwertsteuersenkung für viele Unternehmen einen erheblichen Aufwand dar, denn alle Preise müssen für die kommenden sechs Monate kurzfristig angepasst werden. Betroffen sind alle Unternehmen im Waren- und Dienstleistungsverkehr, die steuerpflichtige Umsätze zu den Regelsteuersätzen von bisher 19 und 7 Prozent erbringen.

Was muss also angepasst werden? Wichtig sind vor allem Umstellungen in den Kassen- und Buchhaltungssystemen. Neue Steuerkonten sowie Steuerschlüssel müssen angelegt werden. Auch Preisauszeichnungen müssen überall ersetzt werden, Preisänderungen müssen nun in allen Werbungen neu kommuniziert werden und Preisvereinbarungen in Verträgen müssen umgestellt werden. Auf ausgegebenen Rechnungen muss ab Juli der neue Umsatzsteuersatz ausgewiesen werden.

Wie sinnvoll ist die Mehrwertsteuersenkung?

Aktuell gibt es noch einige Zweifel daran, wie sinnvoll die Senkung der Mehrwertsteuer tatsächlich für die Konjunktur sein wird. Die Mehrwertsteuer wird zwar grundsätzlich nur von Endverbraucherinnen und -verbrauchern gezahlt, sodass die Preissenkung eins zu eins weitergegeben werden kann, doch bei vielen Produkten handelt es sich bei den Preisanpassungen lediglich um Centbeträge. Da die Umstellung sowohl im Juli als auch nochmal im Dezember einen großen Aufwand für Unternehmen darstellt, dürften viele Unternehmen die Senkung nutzen, um ihren eigenen Gewinn zu erhöhen und ohne Preissenkungen die Krise zu überstehen.

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