clock-icon 28. Juni 2022
clock-icon Joana Müller

6 Marketing Mythen, die du kennen solltest

Wir räumen mit den meist bekanntesten Marketing Mythen auf.

6 Marketing Mythen, die du kennen solltest

Mythos #1: Bei Facebook kann ich selbst entscheiden, welche Daten ich teile!

Falsch! Viele Nutzer denken nach wie vor, dass Meta nur die Daten sammelt, die aktiv veröffentlicht werden. Wer also nichts von sich preisgibt, füttert Meta demnach nicht mit Daten. Doch dies ist ein Irrglaube. Der Mutterkonzern erhält die Daten aus zwei Quellen: Zum einen durch installierte Apps wie Facebook und Instagram, die mit Zugriff und Synchronisationsfunktionen alle Handy Daten sammeln: beispielsweise E-Mail-Adressen und Kontaktinformationen, Kontodaten, Interessen, andere installierte Apps, Veranstaltungen im Kalender des Telefons und mehr. So landen auch Daten von Personen bei Meta, die nie Nutzer eines der Netzwerke waren. Zum anderen haben Websites mit Werbung ein Facebook-Pixel implementiert. Dieses Pixel sammelt Daten der Personen, die die Website besuchen. Ihnen werden Werbe-ID und damit Werbeprofile zugeordnet, in welchen die Daten zusammengefasst werden. Mithilfe des Werbeprofils wiederum werden Anzeigen ausgespielt.

Mythos #2: Die Google-Suche sieht bei jedem gleich aus

Falsch! Die Suchergebnisse werden personalisiert ausgespielt. Dabei spielen Standort, Urzeit, Browser, Betriebssystem und Sprache des Nutzers eine Rolle. Auch beeinflusst der Verlauf der vorherigen Suchanfragen die Ausspielung.

Mythos #3: Das Handy hört mit

Dieser Mythos kann weder belegt noch dementiert werden. Technologisch gesehen, wäre es möglich jedoch gibt es auch nach intensiver Recherche keine Anhaltspunkte, dass Smartphone Nutzer über das Mikrofon zu Werbezwecken abgehört werden. Es gibt drei mögliche Gründe, warum Menschen denken, sie werden abgehört. Erster Grund ist der Frequenz-Bias. Das bedeutet, dass Dinge scheinbar häufig auftauchen, nachdem sie zum ersten Mal bemerkt werden.Sie tauchen allerdings nicht wirklich häufiger auf – sie wurden vorher übersehen. Das heißt: Nachdem eine Person über ein bestimmtes Produkt gesprochen hat, bemerkt sie die Werbeanzeigen dazu. Grund Nummer zwei ist, dass Standort- und Netzwerk Daten für Anzeigen genutzt werden. Sind mehrere Smartphones in einem Netzwerk, können Interessen und Suchanfragen transferiert werden. Das führt zu Grund Nummer 3: Es sind genügend verknüpfte Daten vorhanden, die ein Targeting so gut machen, dass es unheimlich wird.

Mythos #4: Mit einem wirklich guten Produkt braucht man kein Marketing

Gerade Start-ups sind oft der Meinung, dass das Produkt allein Werbung genug ist und kein extra Budget für die Vermarktung ausgegeben werden muss. Dies ist allerdings keine gute Idee. Viele Mitbewerber im Internet buhlen konstant um Aufmerksamkeit – und bekommen diese auch. Zum Glück sind die Zeiten von aggressivem Marketing vorbei, allerdings kann vor allem gutes Content Marketing einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil liefern. Ihre Kunden werden zu Ihnen kommen, wenn Sie ihnen den Weg zeigen.

Mythos #5: Ohne Influencer geht heute nichts mehr

Im Bereich der Mode oder Reisen mag dies wohl stimmen, allerdings tun manche Branchen sich besser daran, auf derartige Kooperationen zu verzichten. Handelt es sich aber um ganz spezifische Themen oder diverse Zielgruppen mit heterogenen Personas, kommen Sie mit Influencern nicht wirklich weit. Der Streuverlust ist hier einfach zu groß.

Mythos #6: Wir brauchen ständig etwas Neues, nicht dass wir in den Wear-Out kommen.

Wear-Out ist der Verschleiß von Kommunikation. Aufgrund der Sorge um weniger Werbewirkung nehmen Entscheider Kommunikation zu schnell Off-Air und starten etwas Neues. Genau hier liegt allerdings der Fehler. Bis eine kreative Idee ihr volles Potential im Sinne der Werbewirkung entfalten kann, ist Geduld gefragt.

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